Pfarreiengemeinschaft Pondorf - Schamhaupten - Wolfsbuch
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Chronik - Seite 1

Spende des PGR Pondorf und der KLJB Pondorf

an die Insel e.V. und  das Caritas Seniorenheim St. Josef in Denkendorf

Wie bereits beim Adventssingen angekündigt, wird der Erlös aus den Spendenkörbchen und dem Glühweinverkauf der KLJB Pondorf wieder für soziale Zwecke zur Verfügung gestellt. Insgesamt kamen so 2000 Euro in den Spendentopf. Das Caritas-Senioren-heim St. Josef in Denkendorf erhält 500 Euro für die Einrichtung eines Demenzgartens.

Dem Ingolstädter Verein Insel e.V. überreichte man vor kurzem 1500 Euro. Der Ingolstädter Förderverein für psychisch Kranke ist seit 1987 aktiv und bietet mit Tagesstätte und Insel-Cafe psychisch kranken Menschen Unterstützung an. Monika Brickl, Alexandra Zeller, Franziska Schneider und Antonia Pfaller vom Pondorfer Pfarrgemeinderat machten sich auf den Weg nach Ingolstadt und übergaben die Spende persönlich. Geschäftsführerin Karin Mahncke, 1. Vorsitzende Inge Kunze-Bechstädt und Schatzmeisterin Gertraud Merkl empfingen die Pondorfer Delegation und bedankten sich vielmals für die großzügige Spende. Bei einer Tasse Kaffee gab das Führungsteam dann Einblicke in die Organisation und die Aufgaben der Einrichtung. Seit 1982 gibt es schon eine Angehörigengruppe für psychisch kranke Menschen in Ingolstadt, erzählte Gertraud Merkl als Frau der ersten Stunde. 1987 habe man dann den Verein Insel e.V. gegründet, um den Kranken auch nach dem Krankenhausaufenthalt weiterzuhelfen. Mehr als hundert Personen kamen damals zur Gründungsversammlung in den Spiegelsaal des Kolpinghauses. Viele unterstützen den Verein heute noch. Der Mitgliederstand ist im Laufe der Jahre aber auf aktuell 70 zurückgegangen. Im Prinzip kann jeder, der die gute Sache unterstützen möchte, Mitglied bei Insel e.V. werden, sagen die Frauen. Die Idee für den Betrieb einer Tagesstätte wurde kurz nach der Vereinsgründung geboren. Die Suche nach geeigneten Räumlichkeiten gestaltete sich schwierig. Mittlerweile hat man in der Schäffbräustraße und an der Esplanade zwei Gebäude zur Verfügung, die man entsprechend nutzen kann. Seit 1992 gibt es die Tagesstätte. Mit zwei Mitarbeitern ist man damals gestartet. Im Lauf der Zeit sind der Verein und das Angebot immer mehr gewachsen. Eine ehrenamtliche Geschäftsführung war irgendwann nicht mehr möglich und auch die Anzahl der Angestellten ist auf 32 angestiegen. Neben Reinigungskräften und Verwaltungsangestellten leisten auch viele Sozialpädagogen, Heilerziehungshelfer und Psychotherapeuten ihren Dienst für den Verein. „Wir platzen aus allen Nähten“, sagt Geschäftsführerin Karin Mahncke. Auch wenn die Regierung von Oberbayern wieder sechs neue Plätze zugesagt hat, der Bedarf war weitaus höher. „Immer wieder müssen Interessenten abgewiesen werden“, bestätigte Mahncke. „Die finanzielle Situation ist nicht ganz einfach“, war in dem Gespräch ebenfalls zu hören. Man habe zwar über den Zuverdienst ein bestimmtes Auftragsvolumen und erhalte dafür auch entsprechende Vergütungen. Mit einem Wirtschaftsbetrieb kann man die Tagesstätte aber dennoch nicht vergleichen. Alle möglichen Arbeiten werden dabei von den Klienten - die betreuten Kranken werden nicht als Patienten, sondern als Klienten bezeichnet - verrichtet. Die Verpackung von Bauteilen für einen Elektrogroßhändler oder das Fräsen von Baustellschildern gehören ebenso zum „Arbeitsalltag“ der Klienten wie der Versand von Serienbriefen oder das Folieren von Büchern. „Es ist nicht jeder für jede Aufgabe geeignet“, mussten die Angestellten immer wieder feststellen. Neben den Arbeitsbeschäftigungen gibt es für die Klienten auch eine Malgruppe, eine Werkgruppe und immer mal wieder werden Ausflüge ins Schwimmbad, ins Volksfest oder zum Christkindlmarkt unternommen. Yoga, Wandern und eine PC-Gruppe runden das breite Spektrum ab. Sehr stolz ist man auch auf das Insel-Cafe im Herzogskasten. „Jeden Mittag wird gekocht“, sagt die Vereinsleitung. Ein richtiges Restaurant ist das natürlich nicht, aber zu günstigen Preisen gibt es hausgemachte Speisen, die auch von den Klienten zubereitet werden. Zu den Öffnungszeiten der Stadtbücherei hat auch das Insel-Cafe von Montag bis Freitag geöffnet. Auch über Stammkunden verfügt das Cafe, das im letzen Jahr bereits sein 10-jähriges Bestehen feiern konnte. Zuverdienst, Insel-Cafe, Tagesstätte, betreutes Einzelwohnen und ambulante Hilfe zählt der Vereine zu seinen Hauptaufgaben für die psychisch Kranken. Unterstützung bei Behördenangelegenheiten und anderen Alltagsdingen leisten die Angestellten darüber hinaus. Im Rahmen einer Führung konnten die Frauen des Pfarrgemeinderates dann noch die Sozial- und Arbeitsräume besichtigen. Aus dem Spendenbetrag soll eine Tageslichtlampe für den Speisesaal angeschafft werden, so die Vereinsleitung. Mit dem Bewusstsein, das Geld für einen sinnvollen Zweck gespendet zu haben, machte sich die Delegation wieder auf den Weg nach Hause oder an den Arbeitsplatz.

 

  (Bernhard Meyer)

 

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Mail: kilian.brickl@pfarrei-pondorf.de

 

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